• Elisabeth

Hochzeitskosten: Damit muss man bei einer freien Trauung rechnen

Was kostet eigentlich eine Hochzeit? Diese Frage wird oft gestellt und ist in etwa genau so gut zu beantworten, wie die Frage, was ein Auto kostet. Da kommen einige Faktoren zusammen, aus denen sich der endgültige Preis zusammensetzt.


Bei einer Hochzeit ist das ähnlich. Jeder Dienstleistende hat seine eigene Preisgestaltung. Und oft gibt es auch saisonale Unterschiede.

In Deutschland werden im Durchschnitt 10.000 bis 15.000€ für die Hochzeit ausgegeben.

Aber wie setzt sich diese Summe nun zusammen?

Damit ihr euch bevor ihr mit der Hochzeitsplanung loslegt, schon mal einen groben Überblick machen könnt, habe ich euch hier mal eine kleine Aufstellung vorbereitet.


Hochzeitsbudget festlegen


Ihr selbst könnt sicher am besten einschätzen, wie viel Budget ihr zur Verfügung habt. Kalkuliert also vorab schon mal, in welchem Rahmen ihr euch bewegen könnt. Macht euch also gern frühzeitig eine Kostenaufstellung, damit ihr später nicht mit bösen Überraschungen konfrontiert seid.

Überlegt euch in dem Zuge gut, ob ihr euch verschulden möchtet. Sicher ist es möglich, vieles mit einem extra dafür aufgenommenen Kredit zu bezahlen. Jedoch kann es passieren, dass dies später eine Belastung für eure Ehe wird.

Im Zuge dessen macht es auch Sinn, schon mal Prioritäten zu setzen. Was ist für euch wichtig und unverzichtbar? Das kann von Paar zu Paar durchaus unterschiedlich sein. Für die einen sind richtig gute Hochzeitsfotos unverzichtbar. Anderen reicht es auch, wenn ihre Freunde und Familie ein paar schöne Momente einfangen. Sprecht euch da ab und fühlt in euch rein, was für euch auf der Prioritätenliste ganz oben steht. So könnt ihr abstecken, wo ihr mehr und wo ihr weniger Budget einsetzen wollt.


Tipp: Reizt euer Budget im Idealfall nicht komplett aus und lasst immer auch ein bisschen Luft nach oben. Es kann immer mal sein, dass ihr bei eurer Planung einen Posten übersehen habt oder andere Dinge auftauchen, die ihr bis dahin nicht im Sinn hattet. Und behaltet auch eventuell andere anfallende Kosten für den Polterabend, die Junggesellenabschiede oder die Flitterwochen gern mit im Auge. Das sind Posten, die in der Budgetplanung häufig mal übersehen werden.



Hochzeitskosten: Eine Checkliste


Wie oben schon erwähnt, kann die Preisspanne für einzelne Dienstleistende oder andere Kostenpunkte sehr groß sein. Hier zeige ich euch schon mal, in welchem Rahmen sich die Kosten belaufen können. Nach oben hin gibt es natürlich nahezu keine Grenzen... Es ist aber wichtig zu wissen, welche Posten überhaupt bei so einer Hochzeit anfallen können.


Location: 150 bis 2.500 €

Essen: 300 bis 10.000 €

Getränke: 150 bis 1.500 €

Brautkleid: 600 bis 6.000 €

Hochzeitsanzug: 400 bis 1.500 €

Papeterie (ohne Porto): 45 bis 500 €

DJ/Band: 500 bis 2.000 €

Fotograf: 400 bis 2.000 €

Video: 150 bis 3.000 €

Trauringe: 500 bis 2.000 €

Trauredner oder Traurednerin: 1.000 - 1.800 Euro

Blumen-Deko: 100 bis 500 €

Brautstrauß: 30 bis 60 €

Make-up / Frisur: 85 bis 350 €

Standesamt: 50 bis 180 €

Hochzeitsauto: 300 bis 800 €

Tanzkurs: 100 bis 200 €

Ehevertrag (Notargebühren): ab 100 €


Hochzeitskosten pro Kopf


Inzwischen werden Hochzeiten gern mit einem Pro-Kopf-Budget kalkuliert. Denn mit steigender Zahl der Gäste steigen auch die Kosten oft recht schnell an, da für jeden Gast ein eigener Preis anfällt, was z. B. Essen oder auch Gastgeschenke anbelangt.

Erstellt euch dafür gern schon mal eine vorläufige Gästeliste. Ihr bekommt so gleich ein Gefühl, wie viele Gäste es in etwa werden und ob ihr ausreichend Budget habt, um alle auch tatsächlich einladen zu können. Ihr könnt so gleich mit konkreten Zahlen rechnen. Vielleicht merkt ihr auch, dass tatsächlich noch etwas Spielraum ist und ihr noch mehr Gäste einladen könnt. Als Richtwert könnt ihr hier mit ca. 100-150 € pro Kopf rechnen.


Wenn ihr eure Kostenaufstellung pro Kopf macht, behaltet aber gern im Hinterkopf, dass diese Kosten nicht eurem Gesamtbudget entsprechen. Denn darüber hinaus fallen ja auch Kosten für die Location, das Kleid, den DJ etc. an.

Und tut euch bitte den Gefallen, nicht mehr Gäste einzuladen, als euer Budget hergibt, in der Hoffnung, dass einige absagen. Erfahrungsgemäß sagen bei einer Einladung zur Hochzeit mindestens 95 % der eingeladenen Gäste auch tatsächlich zu.



Hochzeitskosten sparen durch Vergleichen


Schaut euch gern etwas um, bevor ihr ‚euren‘ Dienstleistenden bucht. Der oder die Teuerste muss nicht unbedingt der/die Beste sein. Hier könnt ihr auch auf Erfahrungsberichte von Freunden, Kollegen oder Bekannten zurückgreifen.

Schaut aber nicht ausschließlich auf den Preis. Wichtig ist, dass ihr euch auch zwischenmenschlich gut mit dem Dienstleistenden versteht. Schließlich verbringt ihr einen der wichtigsten Tage in eurem Leben gemeinsam.


Weddingplaner oder DIY-Hochzeit?


Je nachdem, ob ihr eure Hochzeit selbst planen wollt oder einen Weddingplaner engagieren möchtet, können die Kosten variieren.


Ein Weddingplaner kann euch von Beginn an eine große Unterstützung sein, da ihr euch um deutlich weniger selbst kümmern müsst. Die Abrechnung kann auch hier sehr unterschiedlich ausfallen. Meist richten sich die Kosten für den Weddingplaner aber nach dem Gesamtbudget der Hochzeit. Sie liegen meist bei etwa 5-15 % der Summe.


Gut geplant ist schon halb geheiratet


Ich hoffe, diese Auflistung hat euch für eure Planungen etwas geholfen. Und ich denke, einer der wichtigsten Punkte ist es, vorher Klarheit über das verfügbare Budget zu haben und sich Prioritäten zu setzen.

Dann bleibt euch nur noch die sinnvolle Verteilung der Kosten auf die einzelnen Faktoren und Dienstleister/innen und eurer Traumhochzeit steht nichts mehr im Wege.


Viel Spaß bei der Hochzeitsplanung!




©2021 

Elisabeth Mandl I Momente

E-Mail: erlebe@deinezeremonie.de

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